Kapitel 176 - Splitter aus Stein
- empirewebnovel
- 7. Juni 2025
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Leyla wirbelte durch die kalte Luft als sie den Blick fest auf Nea und Vincenz gerichtet hielt. Ihre rechte Hand war von schimmerndem Wasser umhüllt, das unter ihrer Kontrolle anschwoll, sich formte, wuchs – zu einer rauschenden Flutwelle, die mit donnernder Wucht dem brennenden Käfig entgegenschoss. Zugleich zog sie mit der linken Hand aus der Luft einen Eissplitter, lang, scharf, tödlich – und schleuderte ihn mit aller Kraft auf den Mann, der ihre Freundin gefangen hielt.
Die Reaktion war unmittelbar. Das Wasser peitschte gegen die Flammen, zischte und kochte, doch es war kein einfacher Strom – es war von Mana durchtränkte, konzentrierte Magie, gelenkt mit der Präzision eines gedanklichen Befehls. Die Flammen zuckten auf, kämpften für einen letzten Moment gegen die Flut, dann erloschen sie mit einem grellen Fauchen. Die Wand aus Feuer zerplatzte, die Hitze entwich, und Neas brennende Flügel wurden von der Glut befreit.
Neas Körper stürzte taumelnd in Richtung Erde. Für einen Moment wirkte sie fassungslos, die Arme wehrlos zur Seite gerissen, der Blick voller Schock. Doch Leyla wandte sich nicht zu ihr um. In ihrem Inneren brannte das Wissen: Nea war stark. Sie würde den Aufprall überleben – auch wenn er Schmerz bringen würde. Jetzt zählte nur eines: Vincenz.
Der Eissplitter hatte sein Ziel nicht verfehlt. Mit der Kraft eines Hammerschlags bohrte er sich in Vincenz’ linkes Knie. Es zersplitterte, ein Knall, ein Schrei, ein Schwall aus Blut, der wie ein feiner Regen in die Tiefe fiel. Vincenz geriet ins Taumeln, verlor seinen Halt in der Luft. Leyla hörte seinen Aufschrei nicht, doch sie sah das Entsetzen in seinem Gesicht.
Er hatte nicht auf sie geachtet. Nur auf Nea. Genau wie sie selbst zuvor Leandro unterschätzt hatte. Nun zahlte er den Preis für diese Arroganz.
Ein kurzes Lächeln huschte über Leylas blutverschmiertes Gesicht. Der Moment gehörte ihr.
Sie griff mit der Linken in ihre Tasche und ertastete die kleine Holzkugel, unscheinbar, fast schon unsichtbar im Schatten ihres Mantels. Sie erinnerte sich nur zu gut an den Kampf gegen Bläsk – wie hilflos sie sich dort gefühlt hatte, als ihre Erdmagie sie im Himmel verlassen hatte. Aber diesmal hatte sie vorgesorgt.
Sobald ihre Finger sich um das Holz legten, reagierte es auf ihr Mana. Die Kugel zuckte, erwachte, öffnete sich wie eine Frucht, aus der Leben brach. Äste sprossen hervor, erst zögerlich, dann rasend schnell, ein Dornennetz aus hartem, verdrehtem Holz, das sich blitzartig auf Vincenz zuschob.
Er erkannte die Gefahr – zu spät. Die Äste umschlangen seine Arme, klammerten sich an seinen Brustkorb, schlangen sich um die Reste seines verletzten Beins. Er versuchte, sich zu wehren, doch das Holz ließ nicht mehr los. Es fraß sich wie eine Ranke an ihn, zog ihn nach unten – zu Leyla.
Ihr gemeinsamer Sturz war nun unausweichlich. Leylas Sprung hatten kein Momentum mehr, die Schwerkraft forderte ihren Preis. Doch auch Vincenz konnte sich nicht mehr halten, seine Magie reichte nicht aus, um gegen das Gewicht des verfluchten Holzes anzukommen.
Sie fielen. Gemeinsam. Ihre Körper umkreisten sich, wie zwei verfeindete Sterne in einer ewigen Umlaufbahn. Und Leyla ließ nicht los.
Sie würde ihn nicht entkommen lassen.
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—KAWUMM—
Leylas Körper prallte mit voller Wucht auf den gefrorenen Boden, doch im letzten Moment gab die Erde nach. Die Oberfläche unter ihr wurde weich, fing sie wie ein wacher Organismus auf, so wie sie es einst in Tripolis getan hatte. Eine sanfte Mulde aus gefrorenem Lehm und verdichtetem Schnee bremste ihren Fall ab und verschluckte den Aufprall in einer schützenden Umarmung. Sie atmete scharf ein, der kalte Wind pfiff über sie hinweg, während ihr Herz in einem wilden Trommeln gegen die Brust schlug.
Nur wenige Meter neben ihr schlug Vincenz auf. Kein Schutz, kein Abfedern – nur der volle Zorn der Schwerkraft. Sein Körper krachte auf den harten Boden, als wäre er ein Stoffbündel, das man achtlos aus dem Himmel geworfen hatte. Das Splittern von Knochen hallte dumpf zwischen den Bäumen wider. Eine Lache aus dunklem Blut breitete sich unter seinem reglosen Leib aus. Für den Moment rührte er sich nicht.
Leyla atmete schwer, spürte das Brennen in ihren Gliedern, doch sie zwang sich auf die Beine. Ihre Schritte knirschten im Schnee, während sie sich ihm näherte. Vincenz hustete, ein schwaches, rasselndes Geräusch, das von tief innen kam – das Geräusch eines Körpers, der sich dem Ende entgegenkrümmte.
„W-wie… hast du…“ murmelte er zwischen zwei Hustenanfällen, bei denen jedes Wort mehr Kraft kostete als das letzte. Blut trat ihm aus dem Mundwinkel. „Wie hast du… den Käfig der… sieben Flammen… zerstört? D-das sollte jemandem wie dir… n-nicht möglich sein… D-dafür… braucht man Magie der höch…sten Stufe…“
Leyla kniete sich langsam neben ihn. Ihre Augen funkelten kühl im Licht der untergehenden Sonne. Ihr Atem ging noch immer schwer, doch ein bitterer Triumph lag in ihrem Blick. „Das ist für Nea“, flüsterte sie kaum hörbar, doch mit jener Klarheit, die wie eine Klinge schnitt. Dann streckte sie ihre Hand aus, und mit einem leichten Tippen berührte sie seine Stirn.
Unter ihrem Finger wuchs ein kleiner Steinsplitter, geformt durch feines, zielgerichtetes Mana. Es war kein wilder Zauber, keine Explosion, kein mächtiger Flächenangriff – es war präzise, kalt, final. Der Splitter bohrte sich langsam, beinahe sanft, durch die Haut, durch den Knochen, in den Kopf des Mannes, der ihre Freundin beinahe getötet hätte. Vincenz’ Augen weiteten sich ein letztes Mal, sein Körper krampfte sich kurz, ein heiserer, erstickter Schrei entwich seiner Kehle – dann fiel er zurück, leblos, still.
Leyla erhob sich langsam. Der Wind hatte sich gelegt, der Schnee fiel nun lautlos. Ein dünner Schleier aus Dampf stieg von der warmen Wunde auf, während sie sich dem nächsten Feind zuwandte.
Leandro stand nur wenige Meter entfernt. Seine Gewänder waren an mehreren Stellen angesengt, der Stoff verkohlt, das Gesicht verschwitzt und voller Unverständnis. Seine Brust hob und senkte sich stoßweise, jeder Atemzug verriet die Erschöpfung. Und dennoch: Er stand. Noch.
Ihre Blicke trafen sich. Zwischen ihnen lag ein stummer Abgrund, gefüllt mit Schmerz, Kampfeswillen und nicht ausgesprochenem Hass.
Leyla sah kurz zur Seite. Nea lag am Boden. Bewegte sich. Verletzt, aber lebendig. Das war alles, was zählte.
Sie griff nach dem Griff ihres Schwertes, das sie vor dem Aufstieg in die Luft wieder zurück an ihre Seite gesteckt hatte. Ein vertrautes Gewicht. Sie zog es nicht. Noch nicht. Stattdessen richtete sie es leicht, dann hob sie ihre Hände – leer, offen, bereit.
Die Erde hatte Leandro kaum beeindrucken können. Doch das Feuer hatte ihn verbrannt. Das hatte sie gesehen, als seine Robe zu glimmen begann. Und das bedeutete: Seine Immunität hatte Lücken.
Ein Grinsen stahl sich auf Leylas Lippen, unmerklich. Wie viel Erdmagie würde er wirklich aushalten, wenn sie aufhörte, sich zurückzuhalten? Wenn sie die Ebene über der bisherigen betrat? War er tatsächlich immun – oder gab es eine Grenze, jenseits derer auch seine Verteidigung brechen würde?
Ihre Finger zuckten leicht. Das Mana in ihrem Körper begann sich wieder zu sammeln. Sie war nicht fertig mit ihm. Nicht annähernd.
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Leyla senkte den Oberkörper, ging langsam in die Hocke und legte die Handflächen auf den gefrorenen Boden. Ihre Finger sanken in den Schnee, das Zittern ihres Körpers verlor sich in der zunehmenden Vibration der Erde. Sie ließ ihr Mana tief in den Untergrund fließen, ließ es sich ausbreiten wie Wurzeln eines alten Baumes, ließ es wachsen, sich mehren, sich sammeln. Immer mehr, immer tiefer, immer stärker.
Der Runenstein des Meeres in ihrer Brust vibrierte vor Freude. Sie spürte, wie sein Wasser sie umfloss, sie anfeuerte, ihre Wut aufnahm und zu Kraft verwandelte. Der Runenstein der Erde war still, wie immer – und doch gab er ihr die rohe Gewalt, den zähen Widerstand, die unnachgiebige Energie. Es war wie das Raunen eines uralten Gebirges, das sie durchströmte, schweigend, aber allgegenwärtig.
Die Erde begann zu beben. Erst zitterte nur der Boden unter ihren Füßen, dann vibrierte der ganze Hang. Gestein krachte. Der Frost zersplitterte. Spalten öffneten sich unter altem Waldboden. Bäume schwankten und ächzten im Wind der Erschütterung, als hätte die Welt selbst ihren Atem angehalten. Magische Energie flutete durch den Wald, wie ein Sturm, der unter der Oberfläche raste, bereit, sich zu entladen.
Dann hörte sie es.
Das dumpfe Klirren eines Schwertes, das zu Boden fiel.
Leyla hob den Blick. Nur wenige Schritte entfernt hatte Leandro di Lorenzo seine Waffe losgelassen. Er stand mit erhobenen Händen da, der Atem ging schwer, aber sein Blick war gefasst.
„Ich ergebe mich“, sagte er.
Nur diese drei Worte. Nüchtern, ruhig, ohne Unterton. Leyla blinzelte. Ihre Muskeln spannten sich weiter, ihre Magie wollte sich nicht beruhigen. Ihr Zorn loderte noch – unverbraucht, unbefriedigt. Dieser Mann hatte sie, und damit eine ihrer Liebsten, fast getötet. Er war der Grund für all das. Der Schmerz, die Angst, das Blut. Und jetzt stand er einfach da, ergab sich – und sie sollte aufhören?
Sie zögerte.
Ein Krater. Ein einziger Krater, der alles beenden würde. Sie konnte es. Der Manafluss in ihr war bereit. Sie konnte eine Wunde in die Welt reißen, so tief, dass selbst die Kaiserstadt darin verschwinden würde.
Dann hörte sie eine Stimme. Leise, warm, zögerlich. Und doch kraftvoller als jeder Zauber.
„L-Leyley. Wolltest du nicht… die Rebellen gefangen nehmen?“
Nea.
Leyla erstarrte. Ihre Schultern sanken ein wenig. Die Worte ihrer Freundin trafen sie mit der Klarheit eines Spiegels. Ja. Das war ihr Plan gewesen. Gefangen nehmen. Nicht töten. Nicht auslöschen. Sie hatte sich mitreißen lassen – von der Kraft, von der Wut, von den Runensteinen. Und beinahe hätte sie eine Katastrophe ausgelöst, die selbst die Verwüstung von Welldyl in den Schatten gestellt hätte.
Langsam, wie ein Netz durch Wasser, zog sie ihr Mana zurück. Die Erde beruhigte sich. Die Risse schlossen sich, die zitternden Bäume kamen wieder zur Ruhe. Stille kehrte ein.
Leyla richtete sich auf.
Mit festem Schritt ging sie auf Leandro zu, dessen Hände noch immer gehoben waren. Sein Blick war wachsam, aber leer. Vielleicht wusste er, dass er mit dem Leben davongekommen war. Vielleicht war er bereit, zu sterben. Es spielte keine Rolle.
„Streck deine Arme aus“, befahl sie scharf.
Er gehorchte ohne Zögern. Leyla ließ eiserne Fesseln aus dem Boden wachsen, elegant und stabil. Sie schlangen sich um seine Handgelenke und verbanden sich fest, unlösbar.
Leandro senkte leicht den Kopf. „Ich führe Euch zu unserem Lager, Edle Miss Leyla.“
Sie erwiderte das Nicken knapp. Es war keine Ehre, die sie annahm, sondern eine Pflicht, der sie folgen würde. Aber zuerst…
Sie drehte sich um und ging zu Nea.
Die junge Frau hatte sich an einen Felsen gelehnt, der mit Schnee bedeckt war. Ihr Atem war flach, aber ruhig. Mehrere ihrer Knochen waren sichtbar gebrochen – der rechte Arm hing merkwürdig schief, das linke Bein war blutverschmiert. Und doch saß sie da mit einem Lächeln, das so strahlend war wie immer. Ihre violetten Augen blitzten.
„Das hast du s-super gemacht, Leyley! Du hast mich gerettet… und die beiden besiegt!“
Leyla kniete sich hin. Ihre Finger zitterten, als sie nach Neas Schulter griff. Ein Lächeln wollte sich nicht auf ihr Gesicht schleichen. Stattdessen flüsterte sie mit gebrochener Stimme: „Es tut mir leid, Nea. Ich…“
Doch weiter kam sie nicht.
Nea beugte sich vor und verpasste ihr mit überraschender Kraft eine Kopfnuss. Leyla riss die Augen auf, hielt sich den Kopf. Es hatte geknackt. Nicht schmerzhaft – aber eindringlich.
Als sie aufsah, grinste Nea. „Du hast mich gerettet. Punkt. Ich kehre zu Cornelius zurück und sage ihm, dass du die Verhandlungen bis morgen Abend beendet hast.“
Leyla musste lachen. Leise, warm, von Herzen. Trotz allem. Trotz des Blutes, der Angst um Nea, des Schmerzes.
Sie beugte sich vor und umarmte Nea sanft, vorsichtig, damit keine neue Verletzung entstand. „Erhol dich gut, Nea.“
Dann stand sie auf, wandte sich wieder Leandro zu. Er wartete. Immer noch aufrecht, immer noch in Ketten. Keine Spur von Trotz.
„Führ mich zu eurem Lager“, sagte sie ruhig.
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Leandro führte sie tiefer in den Wald hinein. Das Licht des Mondes schien gedämpft durch das Geäst, und das Knacken der Äste unter ihren Stiefeln begleitete ihren Weg wie ein ständiger Widerhall. Das Unterholz wurde dichter, der Pfad unwegsamer. Sie gingen stundenlang, ohne Pause, ohne Worte. Leyla spürte, wie ihr Körper protestierte, wie jede Wunde, jeder Schlag, sich nun mit schwerer Müdigkeit bemerkbar machte.
Doch sie blieb wachsam. Leandro blieb gefesselt, aber er bewegte sich mit einer Ruhe, die sie misstrauisch machte. Dieser Mann war gefährlich, auch ohne Schwert.
Erst als die ersten Strahlen der Morgensonne durch die kahlen Äste drangen, änderte sich etwas. Das Laub wurde lichter, der Boden weicher, von Moos bedeckt. Schließlich öffnete sich der Wald zu einer kleinen Lichtung. Vor ihnen lag ein Lager, improvisiert, aber strukturiert. Etwa drei Dutzend Männer und Frauen standen oder saßen um Feuerstellen und Hütten herum. Ihre Gesichter waren müde, gezeichnet vom Kampf, vom Leben im Verborgenen – und jetzt: vom Schock.
Alle Blicke richteten sich auf Leandro. Und auf sie. Eine Fremde. Eine Feindin.
Leandro hob die Stimme, deutlich, aber ruhig. „Lasst die Waffen fallen. Wir wurden besiegt. Vincenz ist tot.“
Ein Raunen ging durch die Menge. Einige starrten fassungslos, andere hielten ihre Waffen fester, als würden sie gleich dennoch kämpfen wollen. Leyla konnte den Moment greifen, diesen Atemzug der Unsicherheit, bevor die Worte wirklich durchsickerten.
Dann sah sie ihn.
Ein kräftiger Vishap mit pechschwarzen Schuppen trat aus dem Schatten einer der Hütten. Sein Anblick ließ Leylas Herz kurz stocken. Theol. Eine Erinnerung aus Malyl. Ein Freund aus der Zeit vor dem Krieg, vor dem Schmerz, vor all dem.
Seine Augen weiteten sich. „L-Leyla? Bist du das wirklich?“
Sie nickte, langsam, beinahe zögernd. Ihr Blick blieb hart, aber in ihren Augen lag ein Funke, der sich nicht ganz unterdrücken ließ.
Leandro drehte sich zu dem Vishap um. „Sorg dafür, dass unsere Leute sich entwaffnen und sich auf dem Platz versammeln. Ich spreche unter vier Augen mit der Edlen Miss Leyla.“
Theol zögerte, sein Blick verweilte einen Moment länger auf Leyla, dann senkte er leicht den Kopf und verschwand zwischen den Hütten.
Leandro ging voraus. Zielstrebig, als sei das hier noch immer sein Reich. Er öffnete die Tür zu einer einfachen Holzhütte, die von außen unscheinbar wirkte, aber im Inneren zumindest ein gewisses Maß an Ordnung und Schutz vor der Kälte bot, mit seinem Fuß. Leyla trat hinter ihm ein und schloss die Tür hinter sich.
Er ging zu einem grob gezimmerten Tisch, der in der Mitte des Raumes stand, und setzte sich. Er sah sie nicht sofort an, sondern ließ seine gefesselten Hände auf der Tischplatte ruhen, als würde er sich sammeln. Leyla stand noch einen Moment lang, beobachtete ihn schweigend. Ihre Finger lagen am Griff ihres Schwertes. Nur zur Sicherheit.
Schließlich hob er den Blick.
Ein Moment verstrich.
Leyla war bereit, die Kapitulation zu verlangen. Bedingungslos. Ohne Deals. Ohne falsche Worte. Sie wollte keine Rechtfertigungen hören, keine gestammelten Appelle an Ehre oder alte Ziele. Nicht von einem Mann, der Neas Leben aufs Spiel gesetzt hatte.
Doch dann sprach Leandro – ruhig, aber nicht kalt. Und nicht das, was sie erwartet hatte.
„Was bedeutet für Euch Frieden und Freiheit?“



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